4. August 2009

Orndung

Ordnung nennen wir den kleinen Teil der Unordnung, um den wir wissen.

Na, wer kennt diesen Spruch? Du? Sicher? Sicher nicht. Denn er geht eigentlich:

Wissen nennen wir den kleinen Teil der Unwissenheit,
den wir geordnet haben.
Ambrose Bierce
Doch geht es mir nicht so sehr um dieses Zitat, sondern vielmehr um das von mir da oben. Ja, ich sage ab und an gerne, dass nur der Dumme die Ordnung braucht und das Genie das Chaos überblickt. Doch eigentlich ist diese Aussage falsch. Tut mir leid Herr Einstein. Ja, ich nehme mir das Recht heraus, den geliebten und so klugen Einstein, den alle zitieren und lieben und bewundern und anbeten zu kritisieren. Der Dumme mag die Ordnung vielleicht wirklich brauchen, aber selbst das Genie kann kein Chaos überblicken.
Denn ein Chaos wäre ohne jegliche Ordnung, somit ohne Anhaltspunkte, somit unüberschaubar. Chaos ist, wenn der Apfel unter dem Toaster liegt und die Ameise im Dunstabzug krabbelt, während ein Elephant vor dem Fenster im vierten Stock Polka tanzt. Und ich glaube kaum, verstorbener Einstein, dass selbst du das überblicken könntest.
Das Genie könnte aber sehr wohl das Chaos durchschauen und die Ordnung dahinter erkennen. Um die Ordnung in meinem Beispiel zu erkennen müsste man lediglich die Ordnung meiner Gehirngänge analysieren, doch ich glaube da würde Herr Einstein auch verzweifeln. Generell würde kein Mensch die Ordnungspläne der Gedanken eines anderen Menschen erkennen können. Denn wenn das Geschehen würde, könnte man die zukünftigen Reaktionen auf mögliche Ereignisse hervorsagen können.
Doch von der Vorhersagung zurück zum eigentlichen Thema, der Ordnung. Sie ist folglich nicht der Teil des Chaoses, den wir geordnet haben, sondern vielmehr ein Teil des Chaoses(welches einer unbegreiflichen Ordnung zugrunde liegt), der in einem solchen Maße verändert und somit verchaost/verunordentlicht wurde, dass es für uns eine begreifbare Ordnung hat.
Was wir Menschen schaffen ist Chaos, also im Grunde immer das, was wir auch an allen unseren Erschaffungen absehen können. Beweisbeispiele? Bitte, ich nehm 4 chaotisch(oder geordnet?) gewählte:
1. Krieg
2. Gesellschaften
3. Religionen
4. Wissenschaft

Krieg als offensichtlichstes ist meinen geordneten Gedankenwirrungen als erstes entsprungen. Truppenverschiebungen, die vermutlich am ordentlichsten geplante Handlung während einem Krieg ist unordentlich. Denn selbst bei den geübtesten und am schärfsten gedrillten Soldaten wird immer einer Unordnung stiften indem er nicht rechtzeitig fertig ist, während einem Marsch stolpert, hustet, in die falsche Richtung schaut, ... Alles ungeordnete Ordnung. Oder doch geordnete Unordnung? Wohl kaum.

Gesellschaften sind ein Zusammenschluss von Menschen. Sie planen zusammen, doch wie oben beschrieben kann kein Mensch einen anderen zu 100% durchschauen, folglich ist eine perfekte gemeinsame Planung nicht möglich, da es immer Geheimnisse und ungehörte oder ignorierte Wünsche gibt. Wer meint, dass diese keine Unordnung schaffen, kann sich gerne eine Beziehung anschauen, die von Geheimnissen und solchen Wünschen geprägt ist. Wer trotzdem glaubt, dass solch eine Beziehung funktionierend und geordnet ist, soll sein fein geordnetes Gehirn bitte wieder in den Urzustand zurückversetzen.

Religionen: Verschiedene Auslegungen einer Religion führen immer wieder zu Konflikten, ganz einfach dadurch, dass die Strukturen einer Religion die gleichen oder zumindest ähnlich sind wie die einer Gesellschaft.

Wissenschaft ist ebenso Unordnung. Ja, wie jetzt? Wissenschaft, die große klare Sache, die die Unmündigkeit der Menschen... ach sei doch ruhig. Wissenschaft basiert auf Fakten. Wissenschaft ist rational. Wissenschaft ist Theorie. Zusammengefasst ist Wissenschaft faktenbasierte, rationelle Theorie. Wissenschaft ist, wenn man überlegt, warum etwas (passiert/passiert ist/passieren wird). Theorie und Überlegungen sind wieder menschenabhängig und beide werden immernoch von Menschen gemacht, die das große Chaos nicht begreifen können und somit dieses erst einmal auf etwas leichtes herunterbrechen.


Ich will mich gar nicht groß gegen Einstein messen, es kann ja auch sein, dass ich nur nichts weiß (danke Sokrates).
Meine Argumentation ist auch keine Überlegung, die neue Maßstäbe setzen muss, denn eigentlich ist sie ja auch nur geordnete Unordnung in Form von philosophisch phantasiereicher Wissenschaft. (Und um mich mit Einstein wieder zu versöhnen: Phantasie ist ja zum Glück unbegrenzt ;) )


Bleibt für mich nur noch zu sagen, dass Ordnung manchmal (jedoch nicht immer) das ist, was ich mit der Überschrift bereits ausdrücken wollte:
Orndung. Orn dung. Oan dung. Ein dung. Ein Dung. Zu Deutsch: Scheiße.



(Chaos ist auch nicht besser, nur damit konnt ich kein so tolles Wortspiel machen.)

29. Juli 2009

Gedanken nächtlicher P(l)ackerei

Sehnsucht... Die Sucht nach dem Seh(e)n ist es nicht, wohl aber die Sucht nach dem Sehnen. Warum man wohl auf dieses Wort kam...? Es ist keine Sucht, sondern vielmehr eine Suche. Aber nicht eine Suche nach dem Sehnen sondern eine sehnende Sucht nach etwas, das man will. Oder nur etwas, dass man wiederhaben will? Nein. Etwas, dass man will. Stark will, unbedingt will. Es macht keinen Unterschied, ob man es schonmal hatte oder ob man nur davon gehört hat, ob man es schon tausendmal genießen durfte oder nur erahnen kann, wie es sein wird. Denn wenn man es erlebt haben müsste, wie könnte ich mich auf meine Ferien, also eigentlich auf die Festivals, so sehr freuen? Es sind meine Festivalfreiheitsferien. FFF. Klar, wären es meine Festivalkulturkränzchen könnte ich bestimmt schicke Anspielungen machen, aber das werden keine gemütlichen Teekränzchen. Das werden zwei Festivals voll Blut, Schweiß, Gestank und einem (oder mehreren) Phil mittendrin. Ich freu mich drauf, auch wenn das bedeutet dass ich in 6 Stunden schon aufstehen muss. Ich freu mich drauf, auch wenn nur der erste Teil meiner Festivalfreiheitsferien was mit Festivals zu tun hat. Danach kommt Freiheit. Aber nicht so, wie Toby sie in der S-Bahn definieren würde, sondern... ja, wie eigentlich?
Ich geh jetzt schlafen (und morgen aufs freakstock :D )

20. Juli 2009

"Ich geh nicht wählen"

Natürlich, wieso auch nicht. Wählen? Das is doch nur bestimmen, welcher reiche Fuzzi sich bald mit noch hochkarätigerem Goldpapier den Arsch abwischt. Also, hab ich gehört. Muss ja schließlich so sein, wenn selbst so mehr oder weniger wichtige Leute das sagen. "Die müsse joa Ahnunk habe, nisch? Und wenn de mir dat ne gloobe tus, njo denn schau ma da: "

"Ha, nu bisde sprachlos, wad?"

Ja, bin ich... Also erstmal informieren:
Laut express.de soll das ganze umgekehrte Psychologie sein.
Achso, dachte schon, ich müsse mich aufregen. Aber nein, nun kann ich ja beruhigt sein, weil die ganzen lieben, braven, hochintelligenten, denkenden und hinterfragenden Menschen Deutschlands nun wählen gehen. Wird ja auch ganz sicher funktionieren :)

Falls es beim Lesen dieses Postings zu Kotzreizen und Zeteranfällen kam, möchte ich mich hier entschuldigen.
Falls dies "meinerseits" verschuldet ist, könnte ebay *klick mich* möglicherweise helfen.

17. Juni 2009

Bäume brauchen neue Namen

Vielleicht kann ich mit diesem Eintrag jemanden dazu bringen, seinen Blog wieder aktiver zu führen... wäre toll, mal wieder was von dir zu lesen, Daniel ;)

Hier ein Gedicht, dass ich im Sommer 2008 im Schlosspark geschrieben hab.

Bäume brauchen neue Namen
Bäume brauchen neue Namen
Neue Namen brauchen Rahmen
Neue Namen brauchen Bäume
Neue Namen brauchen Räume

Baum
klingt wie im Traum
macht keinen Sinn, hat keinen Raum:
Baum

Sauerstoffproduzierobjekt?
Dieser Name klingt wie Dreck.
Oder was ist mit Photosynthesierer?
Nein, Ich bin wahrlich kein Wortdressierer.

Doch was macht Bäume aus,
vielleicht könnt ich daraus
ein neues Wort erschaffen
um Bäumen einen neuen Namen zu verschaffen

Diese Wesen stehen für Alter
Sind mächtige Naturverwalter
Entfaltet zeigen sie ihre Größe
Angesehen, trotz ihrer Blöße
Ein Leben lang stehen sie ihrem Schwur
Ein grünes Zeichen: Hier ist Natur

Natur, Angesehen, Größe, Alter, Leben
Es ist an der Zeit dem Wesen einen neuen Namen zu geben
Diese fünf Begriffe reihten sich wohl an
Und formten dies neue Wort: Galan

9.7.08

2. Juni 2009

Music is...

... a way to say things in a way you couldn't otherwise.


... loud.


... emotion, transported into tunes.


... bringing out our deepest belief.





... the best way for me to express myself.

27. Mai 2009

People unequal Sudokus

In aller Kürze: Ich mag Sudokus, sie sind berechenbar. Menschen nicht.
Also doch, wenn ich ruhig wär, wär ich wieder Determinist und würde sagen, dass theoretisch alles berechenbar ist. Aber Emotionen verschleiern die logische, theoretische Sichtweise und darum kann ich im Moment nicht sagen, dass Menschen berechenbar sind. Vielleicht sind sie es aufgrund von Emotionen ja auch überhaupt nicht. Sudokus haben nur eine Lösung. Ein richtiges, ich hab schon seltsame gehabt, die... ach egal. Normalerweise haben Sudokus nur eine Lösung. Sudokus sind toll.

Nachtrag: Nur um es zu klären: Determinist ist das falsche Wort, aber es geht in die Richtung...

25. Mai 2009

Traum

"Ich schließe meine Augen. Ich habe eine Traum..."
Heute nacht hatte ich einen Traum. Etwas besonderes, wenn man bedenkt, dass der letzte Traum fast ein halbes Jahr her ist und ich davor mindestens 2 Jahre nicht geträumt hatte.
Endlich wieder ein Traum, doch die Erfüllung lässt noch ein bisschen auf sich warten. Schade? Kann sein, ja, es ist nicht perfekt könnte man sagen. Verwirrt? Nicht mehr. Nein, ich bin inzwischen wieder ruhig, denn: Das der Traum verschoben ist, heißt nicht, dass er nicht erfüllt wird, oder?
Naja, sagen wir ich bin nicht mehr so sehr verwirrt...


Gut, dass ich Kaffee nicht mag, denn jetzt heißt es wohl erstmal abwarten und Tee trinken.

Ich höre jetzt eine Weile Engelsblut, bis es mir zu viel wird und ich mich mit den apokalyptischen Reitern wieder aufmuntere...